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LOCATION:Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe
SUMMARY:Vortrag: Spurensuche vor 1 Mio. Jahren – evolutionäre Experimente der Menschheit in Zeiten ihrer größten Vielfalt
DESCRIPTION;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Vortrag von Prof Dr. Thomas M. Kaiser (Hamburg\, Leibniz-Institut zur Analys
 e des Biodiversit=C3=A4tswandels)=0D=0A=0D=0A  Vortrag von Prof Dr. Thomas M. Kaise
 r (Hamburg\, Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversit=C3=A4tswandels)  $
 $  zur neuen Dauerausstellung =E2=80=9EEvolution des Menschen=E2=80=9C  =0D=0A 
  =0D=0A  in Zusammenarbeit mit dem     Naturwissenschaftlichen Verein karlsruhe
  e.V.      Eintritt frei  =0D=0A  =0D=0A  Stellen wir uns die Welt vor rund einer M
 illion Jahren vor: Das Klima schaltet um wie ein Taktgeber. Aus den regelm
 =C3=A4=C3=9Figen etwa 40-Tausend-Jahre-Zyklen werden l=C3=A4ngere\, h=C3=A4r
 tere Eiszeiten im Rhythmus von etwa 100-Tausend Jahren. Afrika trocknet pha
 senweise aus\, dann =C3=B6ffnen sich f=C3=BCr kurze Zeit gr=C3=BCne Korridor
 e. Wege durch Sahara und Arabien. Genau in diesem Auf und Ab entsteht die g
 r=C3=B6=C3=9Fte Vielfalt in unserer Gattung Homo. =E2=80=93 Unsere Vorfahre
 n reagieren nicht nur\, sie planen. Das Acheul=C3=A9en =E2=80=93 Handbeile u
 nd scharfkantige Klingen =E2=80=93 verbreitet sich =C3=BCber Afrika bis nac
 h Asien\; Rohstoffe werden gezielt =C3=BCber weite Strecken getragen. Und ir
 gendwo in dieser Phase blitzt ein Gamechanger auf: kontrolliertes Feuer. Fu
 nde wie verkohlte Sedimente und Knochen in H=C3=B6hlen (etwa Wonderwerk\, S
 =C3=BCdafrika) deuten darauf hin\, dass W=C3=A4rme\, Schutz und wohl auch das
  Kochen in den Werkzeugkasten kommen. Das macht k=C3=A4ltere Breiten bewohn
 bar =E2=80=93 ein entscheidender Schritt f=C3=BCr die Eroberung Eurasiens. 
 =E2=80=93 Biologisch sehen wir gr=C3=B6=C3=9Fere K=C3=B6rper\, gr=C3=B6=C3
 =9Fere Gehirnvolumen und vermutlich l=C3=A4ngere Kindheiten =E2=80=93 Zeich
 en eines Lebens\, das mehr Kooperation und F=C3=BCrsorge braucht. Doch es gi
 bt nicht den einen typischen Urmenschen. Um ~1 Ma existiert ein Mosaik regi
 onaler Linien: in Afrika sp=C3=A4te Homo erectus/ergaster-Formen\, aus denen
  sich Populationen entwickeln\, die wie in Afrika und Europa als Homo sapien
 s heidelbergensis\, als H. antecessor in Europa\; und in Ost- und S=C3=BCdost
 asien als langlebiger H. erectus finden. Aus diesem Netzwerk gehen zun=C3
 =A4chst Denisovaner dann Neandertaler hervor =E2=80=93 wahrscheinlich nach 
 weiteren Klimaspr=C3=BCngen zwischen 700 und 500 Tausend Jahren vor Heute. 
 Hinweise auf einen demografischen Flaschenhals um 900-800 Tausend Jahren pa
 ssen ins Bild\, auch wenn dar=C3=BCber noch debattiert wird. Die Vielfalt de
 r Chronospezies liefert jedenfalls das =E2=80=9ERohmaterial=E2=80=9C f=C3
 =BCr uns selbst. (Information: NWV) =20
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