„Jauchzet dem Herrn“, „Lobet den Herrn“, „Singet dem Herrn aller Welt“. Sind diese Lobpreise bloße Aufrufe zur Freude, die stets aus tiefer Überzeugung gesungen werden? Oder verbirgt sich hinter ihnen bisweilen ein Echo von Angst, Unterdrückung oder gar Zwang?
Mit diesem Programm möchten wir das gewohnte Bild des „schönen Kirchenkonzerts“ aufbrechen, indem wir die Spannungen sichtbar machen, die manche Texte der geistlichen Musik seit Jahrhunderten begleiten. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Pole menschlichen Gottesverständnisses: einerseits die Instrumentalisierung des Glaubens zur Eroberung anderer Völker, zur Legitimation von Macht und zur Ausgrenzung, andererseits der Glaube als Quelle von Inspiration und Trost sowie als Symbol von Gemeinschaft und Inklusion.
Musikalisch spannt sich der Bogen von gregorianischen Gesängen über Meisterwerke der Renaissance bis hin zu Werken der Gegenwart, darunter Kompositionen von Tomás Luis de Victoria, Felix Mendelssohn, Ola Gjeilo und John Rutter. Ergänzt wird das Programm durch Orgelstücke mit dem Organisten Lucas Bastian.
Wir laden Sie ein in diesen musikalischen Reflexionsraum, der keine fertigen Antworten gibt, sondern diese Ambivalenz in all ihrer klanglichen Tiefe auslotet.
Tulpenstraße 1, 76199 Karlsruhe
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Webseite des Veranstalters (http://www.cantus-solis.de/)
Kontakt
E-Mail: chor@manawee.de
Telefon: 0721 988 76 51
., 76307 Karlsbad